Nach den Abenteuern in Ecuador war Mancora wie ein Stück Himmel auf Erden – Sonne, Strand und die perfekte Dosis Nichtstun. Die Zeit am Meer fühlte sich wie die perfekte Pause an. Zumindest in der Theorie. Denn auch hier hatte das Leben ein paar Überraschungen für mich auf Lager.

Ein Bad mit den Schildkröten

Das Schwimmen mit riesigen Meeresschildkröten war das Highlight schlechthin. Diese Tiere sind nicht nur beeindruckend groß, sondern auch erstaunlich gelassen. Während ich mit ihnen im Wasser trieb, konnte ich nicht anders, als darüber nachzudenken, wie alt sie wohl sind und wie viele Geschichten sie aus dem Meer zu erzählen hätten – wenn sie könnten. Sie ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, weder durch uns noch durch die Strömung. Ein bisschen beneidete ich sie darum.

Sushi und kulinarische Überraschungen

Mittags stand Sushi auf dem Programm. Meine australischen neuen Freunde, waren voller Vorfreude bis sie verwirrt feststellten, dass der Fisch darin roh war. „Shouldn’t this be deep-fried?“ fragte eine mit einem Gesichtsausdruck, der schwer zu toppen war. Ich hätte fast mein Maki ausgespuckt vor Lachen, genoss dann aber die doppelte Portion Lachs und das unfreiwillige Kabarett. In Australien gab es wohl nur frittiertes Sushi.

Sonnenuntergang mit Blick auf die Küste

Einer der schönsten Momente in Mancora war der Aufstieg auf einen kleinen Hügel, der sich unspektakulär neben dem Strand erhebt. Doch was mich dort oben erwartete, war alles andere als unspektakulär: ein Sonnenuntergang, der den Himmel in feuriges Orange tauchte, während die Wellen leise ans Ufer rollten. Es war dieser kurze Moment, in dem die Welt stillzustehen schien und mir wieder klar wurde, wie klein unsere Sorgen im Vergleich zur Größe der Natur sind.

Abends feierten mit Menschen aus der ganzen Welt, als gäbe es kein Morgen. Zugegeben, am nächsten Morgen wünschte ich mir kurz, es hätte keinen gegeben, aber das gehört ja irgendwie dazu.

Ein Glück, das einfach passiert

Mancora hat mir gezeigt, dass Glück in den kleinen, unerwarteten Momenten liegt: im Schwimmen mit Schildkröten, im Geschmack von gutem Sushi, im Staunen über die Natur und in den Lachern, die man mit anderen teilt. Es braucht oft nicht viel, um das Leben zu genießen – nur ein offenes Herz und die Bereitschaft, den Moment zu leben.

In Mancora fand ich nicht nur Erholung, sondern auch ein Stück Leichtigkeit, das ich mit nach Hause nehmen werde.