Nach zwei Tagen in Barichara geht es mit dem Bus weiter nach Bogotá, der letzten Station meiner Reise, bevor es in vier Tagen nach Hause geht. Jeder Ort, den ich besucht habe, und jede Erfahrung, die ich gemacht habe, haben eine kleine, aber bedeutende Spur in meiner Seele hinterlassen.
In Barichara konnte ich nicht widerstehen, das selbst gebraute Getränk erneut zu probieren – obwohl ich es besser hätte wissen müssen. Schon wieder rebellierte mein Magen, und ich fragte mich kopfschüttelnd, warum ich nicht aus meiner Erfahrung vor dem Lares Trek gelernt hatte. Aber so ist das Reisen: Manchmal lässt man sich von der Neugier treiben, auch wenn der Preis eine etwas unbequeme Erinnerung ist. Die ganztägige Busfahrt wird zur Qual. Der verdorbene Magen bleibt, sodass ich einen Arzt ins Hotel rufen muss und meinen Rückflug vorverlege. Immerhin habe ich durch die unfreiwillige Kur die zusätzlichen Pfunde wieder runter. Erschöpft aber glücklich steige ich ins Flugzeug.
Von Bogota habe ich leider nichts mitbekommen. Ich muss wohl noch einmal kommen.. Diese Reise war mehr als nur ein Lebenstraum; sie war eine Sammlung von Momenten, die mich tief berührt haben. Ich habe gelernt, dass Vorstellungen und Realität nicht immer übereinstimmen müssen, um großartig zu sein.
In jedem Land, das ich besucht habe, wurde ich aufs Neue überrascht und bin mit einem veränderten Blick weitergereist. Ein Gefühl in mir sagt, dass diese Reise nur der Anfang war – ein Vorgeschmack auf mehr. Ich habe mich in die südamerikanische Kultur, die Herzlichkeit der Menschen und die überwältigende Vielfalt der Landschaften verliebt. Gleichzeitig wurde mir klar, dass ich mehr Zeit brauche, um die großen Länder wirklich zu erfassen.
Der Wunsch, zurückzukehren, war sofort da. Beim nächsten Mal werde ich länger an einzelnen Orten bleiben, um noch tiefer einzutauchen: in die Kultur, die Sprache und den Alltag. Während die Vorfreude auf Zuhause wächst, verlasse ich Südamerika mit einem weinenden Auge. Doch ich weiß, es ist kein Abschied für immer. Diese drei Monate waren eine der intensivsten und wundervollsten Phasen meines Lebens, und ich bin unendlich dankbar für jeden Moment.
Obwohl ich alleine losgezogen bin, hatte ich das Gefühl, dass viele tolle Menschen – ob in Gedanken oder durch Nachrichten – an meiner Seite waren. Dafür bin ich euch unglaublich dankbar. Und jetzt, nach all den Abenteuern, fühlt es sich mindestens genauso gut an, nach Hause zu kommen. Schön, dass es euch gibt. 🌍❤️